Notre vie d’éditeur est faite d’un quotidien où le passé, le présent et l’avenir sont sans cesse entremêlés… C’est ainsi que l’histoire d’un modeste « comptoir d’édition » fondé en 1911 a fini par se confondre avec celle de la littérature française du XXe siècle.

Antoine Gallimard

Exposition | Du 7 au 16 octobre 2011

« Gallimard : 1911-2011. Ein Jahrhundert im Verlagswesen », à Francfort

S’il est un nom qui incarne, partout ailleurs dans le monde, l’excellence de l’édition française, c’est bien celui de Gallimard. On ne pouvait donc imaginer meilleure occasion pour fêter le Centenaire de la Maison que ce grand rendez-vous international qu’est la Foire du livre de Francfort.

En marge de la foire de Francfort, une déclinaison de l’exposition « Gallimard 1911-2011. Un siècle d’édition » est présentée à la Literaturhaus, sur les bords du Main.
À travers une sélection d’éditions originales, de lettres, de fiches de lecture, de photographies et d’affiches issues des archives des Éditions Gallimard, le public est convié à la rencontre d’auteurs emblématiques du catalogue – Camus, Claudel, Gide, Foucault, Malraux, Le Clézio, Saint-Exupéry, Sartre, pour n’en citer que quelques-uns –, mais aussi de tous ceux – éditeurs, critiques et « lecteurs » – qui jouèrent et jouent un rôle essentiel dans la vie de la Maison.

Unter seinem Dach schrieben (und schreiben) einige der ganz großen Autoren. Der französische Verlag Gallimard wird hundert Jahre alt. Eine Ausstellung gibt Einblicke in seine überreiche Geschichte.
Gide, Claudel, Aragon, Breton, Malraux, Michaux, Saint-Exupéry, Faulkner, Queneau, Yourcenar, Sartre, Camus, Duras, Genet, Ionesco, Kerouac, Le Clézio, Foucault, Pinter, Tournier, Kundera, Modiano, Pennac, Sollers … Beim Durchlesen eines einzigen Katalogs dieses Verlags könnte man ganz leicht eine Geschichte der französischen Literatur und Geistesströmungen des 20. Jahrhunderts schreiben.
Eine sehr beeindruckende Auswahl aus den verschiedensten Archiven des Verlags, unter anderem bisher unveröffentlichte Handschriften, sowie eine Auswahl an Briefen und Fotos sind zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.

1911-1919. Von der NRF zu Éditions Gallimard

Am 31. Mai 1911 unterzeichnen André Gide, Jean Schlumberger und Gaston Gallimard den Gründungsvertrag der Éditions de la Nouvelle Revue française. Es handelt sich dabei um einen bescheidenen Verlagskontor, hervorgegangen aus der 1909 entstandenen Revue für Literatur und Literaturkritik, La NRF.
André Gide, Paul Claudel, Saintleger Leger (Saint-John Perse), Jules Romains, Roger Martin du Gard, Joseph Conrad und Paul Valéry gehören zu den ersten Autoren die in der berühmten « weißen » Reihe im cremefarbigen Einband mit roter und schwarzer Umrandung und dem Monogramm NRF erscheinen.
Gaston Gallimard, der junge Leiter des Unternehmens, entdeckt seine Berufung als Verleger. Im Jahre 1917 schafft er es unter anderem, Marcel Proust davon zu überzeugen, ihm die Veröffentlichung seines Werkes anzuvertrauen, und zwar fünf Jahre nachdem der erste Band von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit etwas überhastet von der NRF abgelehnt wurde.

1919-1945. Ein Verlag mit zwei Gesichtern

1919 beschließt Gaston Gallimard,, das gemeinsame Geschäft weiterzuentwickeln. Er stützt sich auf die zunächst von Jacques und dann von Jean Paulhan geleitete Revue La NRF und gründet eine neue Gesellschaft, die Librairie Gallimard. Von diesem Zeitpunkt an betreibt er eine weniger exklusive Verlagspolitik (Kinderbücher, Dokumente, populäre Literatur, Magazine…) und sichert sich finanziell ab, um langfristig einen literarisch anspruchsvolleren Katalog entwickeln zu können.
Mit der Entdeckung einer neuen Generation von Schriftstellern (Kessel, Saint-Exupéry, Giono, Malraux, Aymé, Simenon, Queneau, Sartre…) und mit dem Ausbau des internationalen Katalogs (Pirandello, Svevo, Hemingway, Faulkner, Dos Passos, Steinbeck, Joyce, Kafka, Nabokov, Mitchell…) gelangt die literarische Aktivität des Verlages zur vollen Blüte. Die Werke von Alain und Freud legen den Grundstein des Katalogs im Bereich der Philosophie und der Humanwissenschaften, dem nach und nach immer mehr Bedeutung zukommen wird.
Während der deutschen Besatzung ist die Pariser Verlagswelt einer strengen Kontrolle ausgesetzt. Um die wirtschaftliche und verlegerische Unabhängigkeit seines Hauses zu gewährleisten, sieht sich Gaston Gallimard im Herbst 1940 gezwungen, die Leitung der Revue La NRF Drieu de la Rochelle anzuvertrauen, einem der Kollaboration positiv gesinnten Schriftsteller. Trotz dieser schwierigen Zeit entstehen große Werke (Camus, Blanchot …), die nach dem Krieg berühmt werden.

1946-1970. Von einem Haus zum anderen

Seit den Zwischenkriegsjahren nimmt das Verlagshaus eine vorrangige Stellung im literarischen und intellektuellen Leben Frankreichs ein.
Von der Nachkriegsdebatte befreit und durch einige große Verkaufserfolge (Vom Winde verweht, Der kleine Prinz…) gestärkt, wollen die Gallimard-Brüder und ihre Söhne Claude und Michel dem Verlag– einen neuen Impuls geben. Sie vertrauen einigen ihnen nahestehenden Autoren (Queneau, Camus, Paulhan, Malraux, Caillois, Aragon, Leiris...) wichtige Verantwortungen im Lektorat an. In den 50er und 60er Jahren erfährt die Verlagsaktivität neue Entfaltung, unter anderem mit neuen Reihen wie « La Série Noire » von Marcel Duhamel, « L’univers des formes » von André Malraux oder « Le Chemin » von George Lambrichs. Neue Talente tauchen auf : Prévert, Duras, Genet, Ionesco, Yourcenar, Le Clézio, Tournier, Modiano… und, aus dem Ausland, Borges, Cortázar, Styron, Roth, Miller, Kerouac, Mishima, Pasternak, Bernhard, Handke, Kundera…
Gallimard verlegt Sartre und Merleau-Ponty seit ihren Anfängen, und mit der Aufnahme von Michel Foucault in den Katalog Anfang der 60er Jahre trägt das Verlagshaus zur Entwicklung des Strukturalismus in den Humanwissenschaften bei. François Erval, J.-B. Pontalis und Pierre Nora entwickeln diesen Sektor weiter, der inbesondere durch den Aufschwung der neuen historischen Schule und der Erneuerung der Kritik geprägt ist.
Letztlich entsteht in den 50er Jahren auch noch eine Verlagsgruppe durch den Erwerb der Verlagshäuser Denoël und Mercure de France.

1971-2011. Eine neue verlegerische Situation

Gaston Gallimard verstirbt an Weihnachten 1975.
Sein Sohn Claude, der ihm seit der Nachkriegszeit zur Seite steht, verfolgt drei wichtige Projekte gleichzeitig : nach der Auflösung des 1932 zwischen Gallimard und Hachette geschlossenen Vertrages geht es um die Aufstellung eines eigenen Vertriebssystems mit dazugehöriger Vertreterstruktur ; die Einführung einer Taschenbuchreihe “Folio” ; die Gründung einer Kinderbuchsektion, die von Pierre Marchand mit Erfolg betrieben wird (“Folio Junior”, “Découvertes”…)
Claude Gallimard hat seine vier Kinder in den Verlag eingeführt. Er vetraut 1988 seinem zweiten Sohn Antoine die Leitung des Verlages an. Antoine Gallimard schafft es, nach einer schwierigen Phase der Erbschaftsregelung die Unabhängigkeit des Hauses zu sichern. Er umgibt sich mit einem soliden Team von Lektoren und Lesern und bestätigt den verlegerischen Kurs eines attraktiven Hauses, welches sich der internationalen Verlagswelt gegenüber offen zeigt (durch die zunehmenden Aktivitäten im Bereich von Lizenzen und Übersetzungen) und arbeitet kontinuierlich daran, den Verlagsfonds zu beleben. Nach und nach integriert die Verlagsgruppe verlegerischen Einheiten mit starken Identitäten wie zum Beispiel POL, Joëlle Losfeld, Verticales, Futuropolis… Die vergangenen 10 Jahre sind vonaußergewöhnlichen Erfolge im Buchhandel gekennzeichnet – mit Autoren wie Daniel Pennac, Jonathan Littell, Philippe Delerme, Muriel Barbery … und natürlich auch Wekre wie Harry Potter.
Im Jahre 2011, hundert Jahre nach der Gründung, ist Gallimard mit einem Katalog von 40 000 Titeln der größte unabhängige Verlag Frankreichs.

 

informations complémentaires

Du 7 au 16 octobre 2011
Literaturhaus Frankfurt
Schöne Aussicht 2 — 60311 Frankfurt
Entrée libre

Commissariat : Alban Cerisier, Marie-Noëlle Ampoulié, Éric Legendre (Gallimard)
Recherches documentaires : Laurent Graff (Gallimard)
Conception graphique : Anne Lagarrigue, Martin Corbasson(Gallimard)
Traductions : Katharina Jägle (Ambassade de France en Allemagne), Jean Mattern (Gallimard)
Avec le soutien de l’Institut français, en partenariat avec l’Institut français d’Allemagne.

> www.institutfrancais.com
> www.literaturhaus-frankfurt.de

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